Warum Teenager morgens so schwer aus dem Bett kommen

Warum Teenager morgens so schwer aus dem Bett kommen

Teenager benötigen eine Menge Schlaf, vor allem weil wichtige Hormone ausgeschüttet werden, die für das rasante Wachstum in diesem Alter verantwortlich sind.

Unabhängig vom bisherigen Chronotyp sorgen die biologischen Veränderungen im Körper während der Pupertät auch für geänderte zirkadiane Rhythmen.

Die Produktion von Melatonin setzt erst später ein, sodass Teenager später als bisher ins Bett wollen. Gleichzeitig bleibt das Schlafbedürfnis noch größer als bei Erwachsenen. Deshalb kommen Teenager morgens so schwer aus dem Bett.

Man muss sie also ein bisschen in Schutz nehmen, denn sie schlafen so lang, weil ihre Körper das von ihnen verlangen.

Ein früher Schulbeginn ist da hinderlich. Die Stundenpläne der Schulen passen nicht zum Biorhythmus eines Teenagers.

So ergab eine Studie von 2008, die Schlafgewohnheiten von Schülern während der Schulzeit und in den Ferien verglich, dass Schüler unter dem Einfluss der Stundenpläne ein beträchtliches Schlafdefizit entwickelten, wodurch sie weniger schliefen als eigentlich nötig, ihre Stimmung litt und sie tagsüber auch weniger leistungsfähig waren.

Diese Verspätung der inneren Uhr wird durch das soziale Leben von Teenagern noch verstärkt. Viele von ihnen möchten abends länger mit Freunden unterwegs sein und nicht zu Hause festsitzen.

Selbst wenn ein Teenager zu einer vernünftigen Uhrzeit in sein Zimmer geht, kann es sein, dass die Vielzahl von Möglichkeiten, von Videospielen bis zu den sozialen Medien, auf verschiedenen Geräten ihn bis tief in die Nacht wachhält.

Das bläuliche Licht der technischen Geräte dämpft zudem die Produktion von Melatonin und erschwert das Einschlafen. Dazu kommt die Suchtgefahr, die erhöhte Aufmerksamkeit und der Adrenalinschub, den Videospiele mit sich bringen.

Diese Faktoren sorgen dafür, das Jugendliche noch länger wach bleiben und wenn dann morgens der Wecker klingelt, sind sie definitiv nicht in bester Verfassung. Schlimmstenfalls sind sie in einen „Junk Sleep“ gefallen.

Das durchschnittliche Schlafbedürfnis beträgt ca. 8 Stunden.

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